Beauty

Meine Braids und meine Erfahrungen damit

Meine BraidsHallöchen,

hier kommt nun endlich der schon lange versprochene Beitrag über meine Braids. Ich habe sie gerade schon seid dem 01.04. wieder und werde sie noch bis Ende Juni weiter erneuen. Erneuern? Ja, denn sie wachsen und rutschen raus und müssen je nah Stelle alle 4-6 Wochen neu geflochten werden und das mache ich dann immer mal wieder 😉

So erst einmal von Anfang an: Meine erste Rasta-Erfahrung geht glaube ich zurück in das Jahr 2003, damals habe ich die Serie „The Tribe“ total gern geschaut und da gab es so blonde Zwillinge mit Braids. Nachdem ich meine Mama tagelang genervt habe, hat sie sich tatsächlich erbarmt mir meine Haare zu viele kleinen Zöpfen zu flechten. Das es dann nicht annähernd so aussah, wie bei den Zwillingen brauch ich glaube ich nicht weiter erwähnen…

Diese Erfahrung hatte ich wohl total vergessen, als ich mich in unserem Teneriffa-Urlaub  2013 von zwei Frauen habe überreden lassen mir von ihnen die Haare an der Strandpromenade flechten zu lassen. Das Bild was sie mir zeigten war mit Kunsthaar, meine Haare flochten sie allerdings ohne und das sah dann einfach nur S*** aus!

Ja, du darfst jetzt einmal laut lachen! Furchtbar oder? Braids ohne Kunsthaar sind nun mal keine Braids… Leider hatten die Damen auch eine ganze Packung Vaseline mit reingeschmiert, weshalb ich am nächsten Tag ganze 6 Haarwäschen brauchte um meine Haare wieder einigermaßen frei zu bekommen… Ja und ich habe dafür tatsächlich Geld bezahlt… Naja, jeder muss mal Fehler machen!

Der Gedanke einmal richtige Braids zu haben lies mich aber nie los und am 15. Mai 2015 war es dann auch endlich das erste Mal so weit und ich habe mir das erste Mal selbst Braids geflochten, nachdem ich gefühlte 500 Videos darüber gesehen habe. Ich begann nach der Arbeit um ca. 18.30 Uhr und war dann so kurz vor 4 Uhr morgens fertig, ja ich weiß, es war eine ganz doooofe Idee abends anzufangen…

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Meine erste Strähne

Ich war mit dem Ergebnis zunächst zufrieden und total stolz. Damals wählte ich ein warmes braun für die Kunsthaare. Wie du auf dem Foto erkennen kannst, hatte ich recht große Flächen von meinem Eigenhaar genommen und genau das war auch mein Fehler.

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Ich hatte zwar 3 Spiegel zur Einteilung genutzt, dachte aber ich müsste eine gewisse Mindestmenge an Eigenhaar pro Strähne nehmen, damit es für meine Kopfhaut nicht zu schwer wird. Durch die großen Flächen haben die Zöpfe aber, vor allem wenn sie zum Zopf gebunden waren, stark an der Kopfhaut gezogen. Ich bekam starke Pusteln auf der Kopfhaut und hatte das Jucken und die Schmerzen nach 4 Tagen leider nicht mehr ausgehalten und habe alles wieder aufgemacht, wofür ich übrigens auch nochmal 4,5 Stunden brauchte… Mein Freund konnte sich mein Gejammer auch nicht mehr anhören, vor allem weil wir da gerade zusammen in Prag waren. Die Locken, die dabei entstanden waren aber der Oberhammer! So wollte ich meine Haare schon immer mal gelockt haben! Meine Haare sind aber von Natur aus so extrem glatt, dass sie sich normal nicht locken lassen. Selbst eine Dauerwelle hatte sich nach zwei Wochen ausgehängt… Aber diesmal konnte ich sie tatsächlich 2 Tage so tragen, nach der ersten Haarwäsche war es dann aber auch vorbei.

Bei dem nächsten Versuch am 21.Juni 2015 habe ich mir eine Bekannte dazu geholt, welche mir beim besseren Einteilen geholfen hat. Sie hat dann immer die ersten 10 cm geflochten und mir die Strähne dann nach vorne gegeben, damit ich weiter flechten konnte. Für sie war es auch das erste Mal, aber die Zeit verging dabei wie im Flug und wir haben nebenbei Filme geschaut. Durch die kleinere Einteilung ergaben sich 118 sehr lange Zöpfe, für die wir 12 Stunden brauchten. Diesmal war ich mit dem Ergebnis wirklich zufrieden und konnte die Braids auch länger tragen. Wenn die Braids zu fest an der Kopfhaut saßen, bildeten sich auch manchmal kleine Pusteln, diese waren aber nach wenigen Tagen weg und dem leichten Juckreiz wirkte ich mit Birkenwasser (von Edeka) entgegen. Die Zöpfe, die zu locker waren, sind schon nach 1-2 Wochen 1-2cm rausgerutscht, diese habe ich dann einfach neu gemacht.

Nach 4-8 Wochen, je nachdem wie schnell die Haare wachsen, sind die Braids dann schon etwas rausgewachsen und fangen an, etwas unordentlich aus zu sehen. Deswegen habe ich die 2 äußeren Reihen rund herum neu geflochten, sodass ich sie zusammengebunden noch 2-3 Wochen länger tragen konnte. Als es dann doch soweit war und sie rausmussten, habe ich ca. 6 Stunden zum aufmachen gebraucht, dafür habe ich irgendwie noch keine gute Technik gefunden. Ich habe den Berg an Kunsthaar damals im Verhältnis zu meinem iPad fotografiert, weil ich sie Masse einfach erstaunlich fand.

Danach hatte ich mich für Praktika fürs Studium beworben und erstmal meine normalen Haare gelassen, die Firma, bei der ich dann das Praktikum gemacht hatte, erlaubte dann auch keine Braids.

In der Firma, in der in jetzt als Werksstudentin arbeite hat zum Glück nichts mehr dagegen, weshalb ich mir dann im November 2016 nochmal lange Braids geflochten hatte. Diesmal hatte mir meine Schwester beim Einteilen am unteren Hinterkopf geholfen.

Nach dem aufmachen der Zöpfe hatte ich wieder diese geilen Traumlocken!

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Während des Aufmachens, man sieht noch manche Zöpfe

So nun zu meinen aktuellen Braids….

Ich hatte mir ganz fest vorgenommen mir am 01.04. wieder Braids zu flechten. Leider hatte ich mir am 31.03. meine Hand ein bisschen gestaucht und musste mir eingestehen, dass ich das nicht selbst schaffen werde. Da ich es mir aber sooooo in den Kopf gesetzt hatte, schrieb ich abends noch schnell über Instagram und Ebay Kleinanzeigen Mädels in Hannover an, die Braids flechten. Ich hatte dann auch ein sehr nettes Mädel gefunden und lies mir von ihr und ihrer Schwester die Haare flechten. Ich entschied mich diesmal für kürzere Braids in meiner Haarlänge. Die beiden waren nach 4,5 Stunden fertig und ich war zunächst sehr zufrieden mit meinen rund 120 Zöpfen.

Leider musste ich schon nach wenigen Tagen feststellen, dass viele Strähnen zu locker waren und rausrutschten. Ich hatte das immer verhindert, indem ich die Eigenhaarsträhne früh trennte beim Flechten, damit die Kunsthaare nicht an ihr runter rutschen konnten, anscheinend flochten die Mädels anders. Ich hatte sie dann angeschrieben und sie hatte mir eine Woche später nochmal einige Strähnen neu gemacht. In den darauf folgenden Tagen rutschten aber auch viele andere Strähnen raus und ich hatte dann kein Bock mehr und hatte diese dann doch selbst neu geflochten. Tja selbst ist die Frau 😉 Das was mich am meisten daran ärgert ist, dass Braids flechten lassen so verdammt teuer ist. Ich hatte Preise zwischen 180-320€ gefunden. Ich hatte bei ihr 250€ bezahlt…. *mist*

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Ich möchte die Braids gerade etwas länger tragen und flechte mir daher so ca. 4 Stunden die Woche Strähnen neu. Das klingt nach viel Zeit, aber wenn man bedenkt, dass ich morgens einfach mit einer fertigen Frisur aufwache, vielleicht noch eine Minute investiere, um mir einen Zopf oder Dutt zu machen, ist das echt nicht viel.

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Hier noch ein paar Tips für Braids:

  • man sollte mit einem Seiden(-artigen) Tuch um die Haare schlafen, wenn man sie nicht verfilzen möchte.
  • mit Birkenhaarwasser oder auch Teebaumöl (wer den Geruch mag…) kann man dem leichten Juckreiz super entgegen wirken.
  • wenn man die Zöpfe nach dem Flechten in heißes Wasser taucht und dann mit einem Handtuch zusammen drückt, schließen sich die Zöpfe und man braucht keine Zopfgummies.
  • teile die Zöpfe in eine Art Raster ein und mache kleine Einteilungen, dann wird die Kopfhaut bei verschiedenen Frisuren nicht belastet.
  • mache die Braids zeitlich am besten so, dass du am nächsten Tag nichts wichtiges vorhast, da du dich erstmal an das enorme Gewicht der Kunsthaare gewöhnen musst. Vor allem, wenn du lange Braids machst.

So das war es für heute von mir, ich wünsche dir einen super schönen Sommeranfang!

Liebe Grüße, deine Josie

10 Kommentare zu „Meine Braids und meine Erfahrungen damit

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