Business

Der richtige Nebenjob

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Hallöchen,

hast du einen Nebenjob? Oder suchst gerade ein? Heute möchte ich dir ein bisschen über meine vergangenen und den aktuellen Nebenjob erzählen und Hilfestellungen dazu geben, den richtigen Nebenjob für sich zu finden. Ich hoffe du kannst für dich etwas aus meinen Erfahrungen ziehen.

Über die Suche nach dem richtigen Hauptberuf haben ich hier schon einmal geschrieben, schau gerne einmal in den Beitrag.

Je mehr Vergnügen du an einer Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt –  Mark Twain

Außnahmensweise muss ich dem lieben Herrn Twain hier einmal ein bisschen widersprechen, da es Branchen gibt, bei denen das nicht funktioniert, aber im Großen und Ganzen glaube ich auch daran!

Warum überhaupt einen Nebenjob?

Ob man sich das Taschengeld auffüllen möchte, auf einen Urlaub oder Führerschein spart oder auch auf das zusätztliche Geld angewiesen ist, es gibt viele Gründe für einen Nebenjob.

Inzwischen sind die Gehälter dank Mindestlohn natürlich viel besser, als zu meinen Anfängen. Obwohl ich leider auch gerade in der Gastronomie immer wieder von Schwarzarbeit für 5-6€/Stunde höre, eine echte Frechheit!

Meine Tips für Nebenjobs:

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  • Nachhilfe
  • Babysitten
  • Zeitung austragen
  • Sommerjobs (viele Großunternehmen bieten Sommerjobs für Schüler und Stundenten die echt gut bezahlt sind, schau einfach mal bei Unternehmen in deiner Nähe)
  • Gartenarbeiten bei Nachbarn
  • Eisdiele

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  • Kellnern
  • als Hostess arbeiten
  • Bei Fastfoodrestaurants arbeiten (McD, BK, Subway, KFC…)
  • im Kino jobben
  • Bringdienst-Fahrer/in für Restaurants
  • Homeparty Berater/in
  • Call-Center (vielleicht telefonierst du mit Fremden besser als ich XD )
  • diverse große Unternehmen bieten Nebenjob, wie Fließbandarbeit, Archivierungsarbeiten etc.
  • im Einzelhandel zB Supermarkt als Aushilfe arbeiten
  • für Fitness-Verliebte: Juice Plus oder FitLine Direktvertrieb

Hast du noch Tips, die ich mit aufnehmen soll?

Was habe ich so alles ausprobiert?

Bei mir hat es mit Babysitten angefangen, sogar recht früh, also habe ich in unserem kleinen Dorf auf verschiedene Kinder aufgepasst. Da muss ich aber sagen gab es echt nicht so viel Geld, für das Alter war es aber ok.

Danach gab ich Mathenachhilfe (ja ich weiß, aber ich mag Mathe halt), das hat mir echt Spaß gemacht und es hat mich immer wahnsinnig gefreut, wenn die Schüler mit meiner Hilfe bessere Noten geschrieben haben.

Um mir einen Führerschein und ein Auto leisten zu können wollte ich aber noch mehr machen als Nachhilfe geben.

Mit 16 bin ich von Restaurant zu Restaurant und auch zu Eisdielen gegangen und wollte als Servicekraft arbeiten. Überall wurde ich abgelehnt, da ich keine Erfahrung hatte, das war echt nervig und enttäuschend. In solchen Situationen muss man aber am Ball bleiben, von nichts kommt nichts, also fragte ich weiter und weiter und fand schließlich eine Italienierin, die mich zunächst für 5€ die Stunde einstellte. Nicht viel ich weiß, aber es wurde eine Gehaltserhöhung nach 6 Monaten vereinbahrt und mir wurde einmal im Monat Trinkgeld ausgezahlt. Ich arbeitete an zwei Abenden die Woche von 17.30 Uhr – 22 Uhr. Meine Eltern fanden das gut und holten mich abends mit dem Auto ab, da in Celle so spät keine Busse mehr fahren.

Mein bekloppter Klassenlehrer war mal bei Lifemusik in einer Kneipe nebenan und sah mich, als ich dort Pizza hinbrachte. Er fand es nicht gut und hatte sich beim Amt erkundigt, wie die Arbeitsregelungen für Minderjährige sind. Leider fand er einen Aspekt, der weder mir, meinen Eltern noch meiner Chefin bekannt war. Schulpflichtige Jugendliche dürfen zwar geringfügig arbeiten gehen, müssen aber von Arbeitsende bis Schulbeginn 12 Stunden Ruhepause haben, da es nach 21 Uhr war und er mich selbst am nächsten Tag in der ersten Stunde unterrichtete, wusste er dass ich maximal 11 Stunden Ruhepause habe. Er schrieb meinen Eltern einen sehr dreisten Brief, in dem er, nach der Frage ob sie überhaupt wüssten dass ich arbeite (wie wäre ich sonst abends ins Dorf zurück gekommen???), ihnen drohte sie und das Restaurant an zu zeigen, sollte ich dort nicht sofort aufhören. Ich habe diesen Job echt geliebt und das Restaurant-Team war wie eine zweite Familie, ich war wirklich extrem traurig. Die Arbeit als Servicekraft hat mich aber auch insgesamt geprägt gehabt. Ich konnte viel besser auf Menschen zu gehen, konnte mir mehr merken und war selbstsicherer. Ich kann den Nebenjob (vielleicht zu anderen Uhrzeiten oder am Wochenende) wirklich jedem empfehlen, der sich in diesen Punkten entwicklen möchte.

So also gab ich erstmal wieder nur Nachhilfe und kellnerte nur noch auf Privatfeiern.

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Dann endlich!!! wurde ich 18 und hatte tatsächlich einen Führerschein und ein Auto. Da meine langen Schulzeiten in der Oberstufe es nicht zuließen, dass ich wieder in dem Restaurant anfange, hatte ich zunächst in einer Zeitungsrotaion gearbeitet. Ich glaube es gab 6,80€ + Nacht und Wochenende-Zuschläge. Ich habe dort zweimal unter der Woche und samstags  gearbeitet. Damit es sich auch lohnte, den Samstag zu opfern, habe ich meistens eine Doppelschicht, also 12 Stunden gemacht. Es war wirklich anstrengend und ich hatte zu der Zeit einen ziemlich großen Konsum an Energie-Drink aber was solls, es war mal was anderes^^ Ich brauchte die Wachmacher aber auch wirklich, da es sehr stumpfe Fließbandarbeit war. Nach einiger Zeit dachte ich mir dann aber, dass mir meine Zeit mehr Geld wert ist, da ich nun schon etwas Arbeitserfahung gesammelt hatte und immer wieder im Umkreis von anderen Nebenjobs hörte, die besser bezahlt wurden.

Also ging es nach ca. einem Jahr in den nächsten Nebenjob, immernoch mit der Nachhilfe nebenbei. Ich fing als Telefonistin in einem Fitnesstudio an und rief die Personen an, die zuvor bei dem Promotion-Team am Glücksrad Probetrainings gewonnen hatten und machte mit Ihnen Termine aus. Das war echt nicht einfach, da viele Menschen am Telefon sehr unhöflich wurden. Da es keine Kaltaquise war, sondern ein Anruf nachdem sie selbst ihre Daten für den Gewinn angegeben hatten, konnte ich viele der Reaktionen nicht verstehen. Ich merkte aber, dass Telefoniern nicht so mein Ding ist, jedenfalls nicht beruflich 😉

Ich wollte zurück in den Service und hörte von gastronomischen Personaldienstleistern. waiter-1015620_640Das sind Firmen, die ihre Arbeitskräfte andern Unternehmen je nach Bedarf zur Verfügung stellen. Ich fing also bei der GVO in Hannover an und das war echt super. Es gab online einen Schichtplan, auf dem man eintragen konnte, in welcher Schicht man arbeiten wollte. Also nahm ich meinen Stundenplan in die Hand und schrieb mich in die Schichten ein. Da ich nun volljährig war, interessierte das in der Schule auch keinen mehr. Ich arbeitete als abends/nachst und am Wochenende und verdiente zwischen 350-400€/Monat mit einem anfänglichen Stundenlohn von 9,50€. Es gefiel mir sehr gut in großen Hotels und Veranstaltunghäusern zu Arbeiten und lernte dabei auch viel fürs Leben. In der Gastronomie ist der Umgangston nicht immer der Schönste, aber genau dadurch habe ich gelernt mir nicht jede Kritik zu Herzen zu nehmen und das ist Gold wert! Ich ging in der Tätigkeit echt auf und liebte den Gastkontakt. Mein Freund hat sich zwar oft darüber lustig gemacht, dass ich gerne andere Menschen bediene, aber das hatte mich nicht gestört. Ich arbeitete auf Kongressen, Hochzeiten, Firmenevents, Messen, Bällen und anderen großen Feierlichkeiten. Meine Leidenschaft für die Gastronomie machte sich auch im Trinkgeld bemerkbar, denn ich hatte oft mehr als meine Kollegen. Ich wurde dann auch recht schnell bei immer mehr Einsätzen Teamleitung und hatte dann auch eine Gehaltserhöhung ausgehandelt.

Immer wieder wurde ich angesprochen, ob ich nicht eine Ausbildung in der Gastro machen wollen würde oder auch von Kunden, ob ich nicht für sie statt für GVO arbeiten möchte. Ich dachte wirklich lange darüber nach und entschied mich gegen eine gastronomische Berufslaufbahn, da ich diese Arbeitszeiten und den Umgang nicht für immer haben wollte. Aber ich entschied mich auch für einen Austritt bei der GVO, meldete ein Kleingewerbe an und arbeite nun selbstständig für verschiedene Häuser. Für GVO-Kunden hatte ich zunächst eine vertragliche Sperrfrist, aber später hatte ich dann auch von dort 2 Kunden. Ich arbeitete nach dem Abi also weiter als Serviekraft und das sogar bis zu den Abibällen 2016. Ich pausierte 2014 für 9 Monate, da ich Probleme mit meiner Halswirbelsäuke habe und arbeitete zum Schluss auch nur noch für ein Haus. Ich vermisse die Tätigkeit als Servicekraft, ich habe sie insgesamt 9 Jahre ausgeführt, aber die Arbeitszeiten sind mit meinem jetzigen Leben nicht mehr vereinbahr.

Dann kam mein erster „Homeparty“-Job

Ich hatte im Januar 2014 auch noch einen anderen Nebenjob gestartet, da meine Halswirbelsäule ja nicht mehr so mitspielte. Die Probleme kamen aber nicht durch das kellnern, sondern durch eine Verwachsung. Ich war auf zwei Homepartys und fand es total witzig. Warst du schon mal auf einer? Es gibt sie ja in den unterschiedlichsten Varianten: Putzmittel, Tupperware, Sexspielzeug und Dessous, Lebenmittel, Make Up, Kerzen, Schmuck usw…

Ich wurde Dildofee, machte also Homepartys mit Sexspielzeug. Viele fangen an zu kichern, wenn sie das hören und ich muss auch sagen, den Job könnte nicht jede machen. Man muss wirklich hemmungslos reden können und Erfahrungen von Kundinnen weiter geben können. Mein eigenes Sexleben habe ich allerdings nie thematisiert, das würde ich auch nicht empfehlen. Wenn du sowas nicht kennst kannst du das ja mal für den nächstens Mädelsabend vorschlagen 😉

Als ich aber vor 1,5 Jahren raus aus Hildesheim aufs Mini-Dorf zog wurde es mit den Party-Terminen schwieriger und ich hatte eine extrem unengagierte Gruppenleiterin. Eine Kollegin wechselte zu Tupperware und das tat ich ihr wenig später nach.

Homeparty-Beraterin/Berater sein ist wirklich der flexibelste Nebenjob, den man sich vorstellen kann. Du entscheidest für welche Tage und Uhrzeiten du Termine animmst und wie weit du fährst. Bei beiden Unternehmen die ich kennen gelernt habe gibt es keine Mindestvorgaben, wenn man mal Zeit für sich oder anderes braucht, kann man also auch mal ruhig ein paar Wochen aussetzen.

Wichtig für dieses Gewerbe ist allerdings ganz klar die Identifikation mit den Produkten, ich könnte zB kein Putzmittel oder Modeschmuck vertrieben, da ich damit einfach nichts anfangen kann. (Ich muss natürlich auch putzen, aber ich nehm immer irgendein Mittel XD) Je nach Unternehmen beteiligt man sich unterschiedlich hoch an der Vorführware und bekommt zwischen 15-30% Provision vom Partyumsatz.

Mit der Tuppertanten-Tätigkeit habe ich den für mich perfekten Job gefunden und werde diesen auch mindestens noch so lange, wie ich studiere ausüben. Wer weiß, vielleicht mache ich auch bei Tupperware Karriere? Momentan qualifiziere ich mich zur Team Managerin. Ich liebe viele der Produkte, vor allem den Mikrowellen Dampfgarer.

So das war meine Nebenjob-Geschichte. Ich hoffe es war dir nicht zu lang XD

Liebe Grüße, deine Josie

4 Kommentare zu „Der richtige Nebenjob

  1. Echt ein super (lustiger aber dennoch informativer) Beitrag. ich habe echt völlig andere Nebenjobs als du gemacht 🙂
    Mit 18 habe ich angefangen bei REWE als Kassierin zu arbeiten ca. 2-3 die Woche auf 450€ Basis und habe dann während des Studiums angefangen als Promoterin und Hostess zu arbeiten. Vorallem im VIP bereich von Fußballstadien. Das war immer recht lustig und mit 10€ auch gut bezahlt. Ich hab auf meinem Blog einen ähnlichen Artikel geschrieben. Allerdings aus einem anderen Aspekt: Nämlich die Top 10 meiner schlimmsten Nebenjobs: http://viejola.de/schlimmste_nebenjobs 😀

    xx Vie
    von http://www.viejola,de

    Gefällt 1 Person

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