Persönlich

Meine Migräne und ihre Auswirkungen

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Hallöchen,

ich hatte letzten Freitag auf SnapChat (josie.jolie) groß angekündigt, dass meine MyLittleBox angekommen ist und ich noch am Wochenende einen Beitrag dazu verfassen und veröffentlichen werde. Tja, das war wohl nichts! Denn dann kam die Migräne.

Meistens weiß ich so ca. 30 min vor Beginn das es los geht, aber nicht immer. Ich habe auch nicht immer alle Symptome oder den Schmerz immer in der gleichen Stärke. Aber was ist Migräne überhaupt? Und warum konnte ich nicht schreiben?

Migräne ist nicht einfach nur ein anderer Kopfschmerz…

Zuerst einmal – ich hasse Migräne! Ja ich super positiver Mensch benutze ab und an mal ein böses Wort wie „Hass“, aber wenn dich etwas manchmal total fies von den Beinen reist, darf man das auch!

Bei einer Migräne gibt es Verengungen bzw. Erweiterungen von Blutgefäßen im Gehirn. Keine Angst, das wird hier jetzt keine medizinische Facharbeit, es gibt nur ein paar kurze Infos. Du hast bestimmt schon mal gehört, dass Migräne ein einseitiger Kopfschmerz ist oder? Das liegt daran, dass das Schmerzzentrum dort sitzt, wo die Blutgefäße betroffen sind. Dann gibt es verschiedene Areale im Gehirn, welche die Schmerzreize unterschiedlich weiterleiten. Deswegen habe ich auch ganz unterschiedliche Migräne bzw. ist generell nicht bei jedem Migräne-Patient alles gleich. Migräne ist übrigens inzwischen als eigenständige Krankheit anerkannt worden, denn es unterscheidet sich von anderen Kopfschmerzarten wie zB Spannungskopfschmerzen. (die kenn ich leider auch)

Übrigens können auch Männer Migräne bekommen.

Angefangen hatte es bei mir mit der Pupertät, ähnlich wie bei meiner Mutter. Da meine Mama  die Migräne mit den Wechseljahren wieder verloren hat, habe ich wenigsten etwas, um mich auf diese hormonell schwierige Zeit zu freuen 😉

Viele Frauen haben die Migräne parallel zu ihrem Zyklus, das war bei mir aber nie so. Wenn ich besonders stressigen Situationen ausgesetzt bin, habe ich zu 90% genau zwei Tage später Migräne. Andere Ursachen sind bei mir starke Temperaturschwankungen oder viel innere Unruhe – da ich ein Meister der inneren Unruhe bin, hatte ich schon seeehr oft Migräne… eine Zeit lang 2-3x für 3-5 Tage im Monat, aber das ist schon einige Jahr her.

Es hatte lange gedauert, bis ich das für mich perfekte Medikament gefunden hatte, denn da es so viele verschiedene Auswirkungen der Migräne gibt, ist das gar nicht so leicht. Die Tablette, die meiner Mama zB. immer geholfen hat, bewirkt bei mir nur eine Linderung des Schmerzes aber der Rest bleibt.

Der Rest? Was gibt es denn da noch?

Oh da gibts noch so einiges: Das Auge der betroffenen Seite ist extremen Druck ausgesetzt, Lichtempfindlichkeit auf den Augen, Kieferschmerzen, manchmal sogar richtige Zahnschmerzen von so 4-8 Zähnen der betroffenen Seite, Lärmempfindlichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Übelkeit und Erbrechen. Und ich hatte schon zwei Mal das Pech, das das Schmerzzentrum dort saß, wo anscheinend die Motorik gesteuert wird, denn ich hatte einmal meinen Arm ausgeschlagen ohne es zu wollen und ein Bein hatte mehrmals nachgegeben als wolle es nicht mehr stehen. Aber diese Auswirkungen treten nicht bei allen Menschen gleich auf, das sind jetzt spezifisch meine. Ich kenne viele, die niemals Kiefer- bzw. Zahnschmerzen haben.

Mit meinen Medikamenten kann ich meistens alle Symptome bis auf den Druck auf die Augen und die Konzentrationsschwierigkeiten beheben. An manchen Tagen ist mit mir aber trotzdem nichts anzufangen. So wie letztes Wochenende bzw. bis Dienstag.

Kann man da denn nichts machen?

Hast du auch Migräne und weißt nicht weiter?

Hier habe ich ein paar Tips für dich, wie ich es geschafft habe, die Anfälle auf so 3-4 im Jahr zu minimieren:

      • Akupunktur
      • lernen mit Stress besser umzugehen (zB mit Atemübungen)
      • bei starken Temperaturwechseln besonders viel heißen Tee trinken
      • leichtere Lebensweise einschlagen, ohne viele negativen Gedanken, dabei half mir dieses Buch vom Dalai Lama

Mir wurde übrigens von meiner Ärztin auch gesagt, dass regelmäßige Orgasmen helfen, Migräne vorzubeugen. Wie das zusammenhängt weiß ich zwar nicht, aber das wurde mich schon öfter gesagt, also möchte ich dir auch diesen Tip nicht vorenthalten.

Schmelztabletten helfen bei mir übrigens viel besser als feste Tabletten, das könnte ich dir auch noch empfehlen zu versuchen.

ACHTUNG! Wichtiger Hinweis:

Nimm nie nie nie niemals Migräne-Medikamente, wenn du dir nicht 100%ig sicher bist, dass du Migräne hast! Das kann echt fiese Folgen haben und du wirst Schmerzen ohne Ende haben und dich wahrscheinlich erbrechen. Also teste das lieber nicht!

Hast du noch Fragen zu Migräne? Stell sie mir gerne in den Kommentaren oder wenn dir das lieber ist per E-Mail an josiejolie@web.de . Ich werde versuchen den Blogbeitrag zur Box Sonntag nach zu holen, aber ich bin dieses Wochenende auf einem Seminar in Göttingen und weiß nicht, wann ich Sonntag zurück bin.

Liebe Grüße, deine Josie

8 Kommentare zu „Meine Migräne und ihre Auswirkungen

  1. Ein sehr interessanter Beitrag! Ich weiß selber, wie furchtbar es ist, wenn die Migräne zuschlägt – zwar hatte ich es erst fünf mal in meinem Leben, aber das reicht, um zu wissen, wie es sich anfühlt. Einmal begann es bei mir mit einer Aura und ich konnte auf dem einen Auge fast nur noch die Hälfte sehen, das war mehr als gruselig. Ansonsten ist bei mir von Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen alles dabei. Da ich es wirklich so selten habe, nehme ich allerdings keine Medikamente. Hoffe sehr, dass das dabei bleibt!
    Alles Liebe für dich und ein schönes Wochenende!
    Melia Beli
    http://www.meliabeli.de

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Melia, wow dann bist du wohl ein sehr ausgeglichener Mensch 👍 wenn du die Anfälle ohne Medikamente überstehst ist das ja super, ich hab das auch schon probiert, aber spätestens nach einem Tag aufgegeben. Atemübungen könnten mir zwar kurz helfen, aber nicht so, dass ich es aushalten konnte. Ich drücke dir die Daunen, dass du sie weiterhin so selten hast! LG Josie

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