Persönlich

Davor habe ich Angst…

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Hallöchen,

die liebe Bine von dem Blog „was eigenes“ hat über ihre Angst vor Mäusen und Ratten geschrieben und dazu aufgefordert, selbst einen Beitrag über die Ängste zu schreiben.

Dieser Aufforderung möchte ich nun nachkommen und dir etwas über meine Ängste erzählen. Ein sehr persönlicher Blogpost mit dem du mich ein bisschen besser kennen lernen kannst.

Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie! – Erich Kästner

Vor Mäuse oder Ratten habe ich an sich keine Angst, ich bin auf einem ausgebauten Bauernhof aufgewachsen und habe mit vielen kleinen Mäusen Bekanntschaft gemacht 😉 Aber ich erschrecke mich vor allem, was sich schnell bewegt. Wir hatten vor zwei Tagen einen kleinen Vogel im Haus und ich habe mich immer ängstlich geduckt, wenn er über unseren Köpfen hin und her flog. Das hätte ich nie von mir gedacht! Aber wir haben auch keine sehr hohen Decken und das machte das alles sehr nahe… Als ich mal in dem Geschäft, in dem ich gearbeitet hatte, einen Vogel hatte, war das Rausscheuchen kein Problem für mich, aber da war der Raum natürlich auch weitaus größer.

Als Kind und Jugendliche hatte ich überhaupt keine Angst vor Spinnen (es sei denn, sie saßen plötzlich auf mir), aber heute bin ich irgendwie nervöser und ängstlicher geworden. Ich kann sie immer noch selbst fangen und rausbringen, aber nicht mehr mit bloßen Händen, inzwischen geht das nur noch mit Glas und Papier… Dabei war ich früher immer diejenige, die gerufen wurde, wenn mal wieder eine fette schwarze Spinne Angst und Schrecken verbreitete…

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Wovor ich dann Angst habe? hm… Ich glaube bei Tieren ist es immer eher Respekt oder vielleicht auch ekel, aber keine richtige Angst. Ich habe nur manchmal etwas Scheu vor fremden Hunden, die nicht angeleint sind, das war vor allem in Thailand und Kambodscha schlimm. OH einmal hatte ich sogar richtig schlimme Angst vor einem Hund. Unsere Nachbarhündin und unsere eigene vertragen sich überhaupt nicht und bellen sich gerne mal an. Einmal bin ich am Nachbargrundstück mit meiner Hündin vorbei gegangen und deren Einfahrtstor stand weit offen. Dann kam Coco auch schon um die Ecke, blieb kurz stehen, fletschte die Zähne und kam bellend auf uns zu gerannt. Meine Maus bellte auch und wollte patu nicht mit mir fliehen und ich habe mich schon zwischen den Mädels bluten sehen. Dann kam aber zum Glück das Herrchen aus der Garage rief einmal laut stop und Coco machte Sitz und war ruhig- *puh* zum Glück ist sie so großartig erzogen und ich konnte, stark zitternd, mit unserer Eika weiter ziehen.

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Unsere Prinzessin

Was mir aber immer wirklich wahnsinnig Angst macht, ist nachts in den Garten zu gehen. Egal, ob es um den Garten meiner Eltern oder jetzt unseren eigenen geht. Beide Grundstücke sind waldnah und es gibt sehr viele Geräusche. Eine Taschenlampe ist mir da wenig Trost. Ich glaube das hatte angefangen, als mir mal mit ca. 12/13 Jahren eine Kröte unserer Nachbarn im Dunkeln mitten ins Gesicht gesprungen ist. Ok, ich glaube da hätte jeder Angst gehabt und vor Schreck geschrien, aber irgendwie ist die Angst hängen geblieben. Bei uns in der Nähe wurden jetzt auch immer öfter Wölfe gesichtet, was für mich noch ein Grund ist, im dunkeln nicht alleine rum zu laufen. Ich glaube zwar nicht, dass Wölfe von Grund aus böse sind, aber wenn ich einem zu nah komme könnte er sich ja auch einfach bedroht fühlen *kein schöner Gedanke*An der Straße habe ich im Dunkeln aber weniger Angst. Obwohl.. bei mir im Dorf gehen um 0.30 Uhr die Straßenlaternen aus und wenn der Mond nicht gerade hell scheint sieht man seine Hand vor den Augen nicht mehr… Einmal hatte mein Handy kein Akku mehr und so hatte ich keine Taschenlampe, da hatte ich dann doch auch wieder ein bisschen Schiss….

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Eine weitere Situation, die mir Angst macht ist das Fahren mit dem Auto hinter einem Lastwagen, der nicht sicher beladen ist. Zum Beispiel mit Baumstämmen, Metallstangen oder -Platten. Ich versuche immer so schnell es geht zu überholen oder halte viel Abstand. Das kommt nicht unbedingt durch Filme wie Final Destination, eher durch meine Theoriestunden für meine Motorradführerschein, bei denen auch Unfälle durch solche Ladung bei uns im Landkreis zum Thema wurden. Ich bin schon länger kein Motorrad mehr gefahren, aber ich habe im Auto eben diese Angst, dass sich die Ladung lösen könnte…

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Ansonsten sind es weniger Gegenstände oder Situationen, die mir Angst machen, sondern viel mehr Gedanken. Gedanken daran, dass ich zB mit meinem Studium scheitern könnte, dass ich keinen guten Job finde, dass ich die Menschen, die mir etwas bedeuten enttäusche etc… Ja Gedanken sind der Nährboden der Angst und darin bin ich manchmal echt gut. Aber ich arbeite daran und was mir wirklich hilft, ist mir selbst den Druck zu nehmen. Was wäre daran denn so schlimm, wenn ich für mein Fernstudium ein Semester länger brauche? Später zählt doch eh nur der Abschluss und nicht die Zeit und sogar oft auch nicht die Note… Würde die Welt denn wirklich unter gehen, wenn ich mal einen Job hätte, der nicht 100%ig zu mir passt? Vielleicht lerne ich aber genau dort wiederum etwas, was ich dann in meinem Traumberuf brauchen könnte. Bin ich von meinen Lieblingsmenschen oft enttäuscht oder trage Ihnen irgendetwas nach? Nein! Warum sollte es dann anders herum sein??? Ok, ich bin einer dieser „ja, aber…“ Menschen und glaube mir meine Sichtweisenwechsel selbst nicht immer, aber es mindert die Angst zumindest und an meiner Einstellung zu mir selbst arbeite ich auch gerade sehr intensiv.

Du musst dich daran erinnern, dass Angst nicht echt ist, sie ist ein Produkt der Gedanken, die du kreierst. das du mit deinen Gedanken kreierst. Verstehe mich nicht falsch, Gefahr ist echt, aber Angst ist eine Entscheidung. – Will Smith

Und ich glaube, wir haben alle etwas Angst uns mit uns selbst auseinander zu setzen, oder? Aber jeder, der den Mut aufweist sich selbst zu erforschen und seine Identität zu finden, der wird erkennen, was für ein wunderbarer Mensch er ist und lachend auf seine Angst davor zurück blicken. Nicht jeder schafft es alleine, aber zum Glück gibt es viele begabte Menschen, die einem dabei helfen können. Auch wenn ich kein Justin Bieber Fan bin, hat er mit seinem Lied „love yourself“ recht, denn Selbstliebe gibt uns Kraft und Mut und nur mit Mut können wir uns unseren Ängsten stellen!

Nur wer Angst verspürt, kann Mut beweisen! – Dalai Lama

Oh da ist mir jetzt tatsächlich noch eine Angst von mir eingefallen: Ich habe Angst vor Krieg. Ich finde Krieg sollte wie im Mittelalter stattfinden: Herrscher reiten vorweg und ziehen selbst mit in die Schlacht! Denn wenn das noch die Regel wäre, dann würde es wohl kaum Krieg geben..

Teilst du eine Angst mit mir? Oder hast du ganz andere Ängste? Wenn du magst, kannst du es mir gerne in den Kommentaren mitteilen 😉

Liebe Grüße, deine Josie

3 Kommentare zu „Davor habe ich Angst…

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